![]() |
||||||||||
![]() |
||||||||||
![]() |
||||||||||
![]() |
||||||||||
![]() |
||||||||||
|
|
||||||||||
Die wiederkehrende Harnwegsinfektion beim Kind 1 / 3
|
|
Harnwegsinfekte im Kindesalter Entzündungen der Blase und der Harnwege sind häufige bakterielle Infektionen im Kindesalter. 5% der Mädchen machen bis zur Pubertät mindestens einen Harnwegsinfekt durch. Bakterielle Entzündungen des Harntraktes werden aufgrund ihrer unspezifischen Symptomatik im Kleinkindesalter leicht übersehen. Sie führen nicht selten zu folgenreichen Zerstörungen und Vernarbungen des Nierengewebes. Ihre Behandlung erfordert grundsätzlich kinderfachärztliche Erfahrung. Der häufigste Infektionsmechanismus erfolgt über Stuhlkeime. Daher ist es wichtig eine volle Stuhlwindel rasch zu entfernen und die Windelregion bei Mädchen grundsätzlich von der Scheide aus in Richtung Darmausgang zu reinigen. |
|
|
Wiederkehrende HWI - Ursachenklärung
|
|
|
Diagnostik Im Normalfalle werden die über die Scheide eindringenden Bakterien durch den Harnfluss wieder nach außen gespült. Abflussstörungen der Harnwege begünstigen wiederkehrende Infektionen, da hierbei die Keime ungewöhnlich lange in den Harnwegen verweilen und sich entsprechend vermehren können. Ursachen für derartige Harntransportstörungen können der Vesico-urethrale-Reflux (VUR), Harnröhrenklappen, eine Harnröhrenverengung, eine Reflexblase oder Missbildungen im Harntrakt sein. Außerdem ist die Oberfläche der ableitenden Harnwege (Urothel) normalerweise fähig, die Anhaftung und das Wachstum von Bakterien zu verhindern. Im Falle der wiederkehrenden Blasenentzündungen müssen Erkrankungen des Immunsystems ausgeschlossen werden. |
|
|
Genitalhygiene In der Praxis stelle ich häufig fest, dass die Tipps für eine konsequente Genitalgygiene entscheidend zur Vorbeugung weiterer Harnwegsinfektionen sind. Häufig bildet sich in der Scheide junger Mädchen ein kleiner Urin-See, der sich aufgrund des Jungfernhäutchens nur schlecht nach außen entleeren kann. Verweilen kleine Mengen von Urin mehrere Stunden in der Scheide, so werden sie bakteriell zu Ammoniak umgebaut, der diesen stechenden fischartigen Geruch erzeugt. Ammoniak reizt die Schleimhäute der Genitalregion, was zu einer erheblichen Störung der regionalen Abwehrkräfte führt. Ihre Tochter sollte sich auf der Toilette unbedingt nach vorne beugen (Rennfahrerhocke). Sie könnten ihr beispielsweise ein Bilderbuch vor die Füße legen. Somit können Sie verhindern, dass sich während des Wasserlassens die Scheide mit Urin füllt. Wichtig ist auch am Ende des Wasserlassens die Scheide äußerlich mit einem trockenen weichen Papier abzutupfen. Feuchte Unterhosen sollten regelmäßig gewechselt werden, um eine weitere Schwächung der lokalen Immunabwehr zu vermeiden. |
|
|
Immunstärkung
|
|
|
Homöopathie
Die krankheitsanfälligen Harnwege können Sie danach mit einer homöopathischen Kur meines Lehrers Prof. Matthias Dorcsi stabilisieren:
Folgende homöopathische Arzneien haben sich beim wiederkehrenden Blasenkatarrh und den Harnwegsinfekten bewährt:
|
|
|
Abschließend sei noch einmal erwähnt, dass diese kurze Auflistung keineswegs erschöpfend ist. Die Wahl und die Begleitung der richtigen Therapie sollte in die Hand erfahrener Mediziner gegeben werden. |