Influenza: die echte Grippe-Infektion - eine Übersicht

1 / 4


Entstehung und Verbreitung der Influenza-Grippe

Der Grippe-Erreger
Der Erreger der echten Grippe ist der Influenza-Virus. Man kennt drei Typen: A, B, C.
Dank seiner besonderen Eigenschaften gilt das Influenzavirus als eine gefürchtete Ausnahmeerscheinung in der Welt der Erkältungserreger.

Ausbreitung des Influenzavirus:
es ist hochansteckend (über winzige Tröpfchen in unserer Atemluft) und ist in der Lage sich rasend schnell über den gesamten Globus auszubreiten. Zudem besitzt es besondere Stoffe (Hämagglutinin, Neuraminidase), die ihm das Eindringen in menschliche Zellen enorm vereinfachen.

Grippe - Epidemieen:
sehr gefährlich ist die Fähigkeit des Influenza A Virus sich alljährlich zu verändern. Etwa alle 3 - 5 Jahre treten neue Virusvarianten auf, gegen die wir Menschen noch keine Abwehrstoffe (Immunität) entwickelt haben, es kommt zu Epidemieen (Grippewellen).

Influenza - Pandemieen:
in der Vergangenheit haben sich alle 10 - 30 Jahre menschliche Influenza A - Viren mit Krankheitserregern aus dem Tierreich (Schwein, Pferd, Vögel) gepaart und vollkommen neue Influenza-Typen hervorgebracht, die weltweite Zerstörung mit Millionen Todesfällen mit sich brachten (sog. Pandemieen).
Beispiele: 1918: Spanische Grippe (H1N1) - 1957: Asiatische Grippe (H2N2) -
1968: Hongkong Grippe (H3N2) - 1977: Span. u. Hongkong Grippe.

Merke: durch seine Fähigkeit sich immer wieder stark zu verändern, umgeht das Influenzavirus geschickt die Antikörperbildung unseres Immunsystems.

Ansteckung und Krankheitszeichen

Ansteckung:
bereits ein Tag vor Ausbruch einer Grippe ist der Patient hochansteckend für seine Umgebung, durch infizierte Tröpfchen in seiner Ausatemluft. Die Virusausscheidung aus Nase und Mund ist 3 Tage sehr hoch - sie dauert insgesamt 7 Tage.
Die Zeit zwischen Ansteckung und Erkrankung (Inkubationszeit) beträgt nur 2 - 3 Tage.

Grippe-Symptome:
typischerweise beginnt die Influenzaerkrankung sehr plötzlich und heftig mit hohem Fieber, starkem Krankheitsgefühl und Mattigkeit, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, trockenem Husten, Halsschmerzen, Bindehautentzündung.
Bei Kindern sind Magen-Darm-Beschwerden häufig festzustellen. Säuglinge und Kleinkinder zeigen schwere Atemwegsinfekte, wie Krupphusten, oder Bronchiolitis.

Komplikationen und Gefahren:
sind u.a.: schwere, z.T. fulminante Lungenentzündungen (oft durch Staphylokokken verschlimmert), Herzmuskelentzündung (Myokarditis), Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Mittelohrentzündung (Otitis media), Muskelentzündung, Entzündung des Hirns und des Rückenmarkes.
Gefährdet sind v.a. ältere Menschen über 60 Jahre, sowie Menschen mit Lungen-, Herz- oder Nierenleiden, Immungeschwächte. Hier sollte zeitig eine Grippeimpfung erfolgen.

Therapie:
In der Regel haben wir beste Heilerfahrungen mit homöopathischen Medikamenten (siehe: Fieber-Medizin im Kapitel: Homöopathie).
In schweren Fällen sind die modernen Neuraminidasehemmer Tamiflu (ab 2. LJ.) und Relenza sind hochwirksam, aber nur wenn sie frühzeitig (in den ersten 2 Tagen) gegeben werden. Sie können auch zur Familienprophylaxe eingesetzt werden.

Fieber
Infekte
HNO
Lunge
Darm
Niere
Spezielles
Knochen
Zähne
Allergie
vor